Verfasser digitaler Medieninhalte
Während vor der Erfindung des Buchdruckes die verschriftlichten Errungenschaften der vergleichsweise kleinen Schar
Menschen in kunstvoller Handarbeit, meist von Mönchen in abgeschiedenen Klöstern in wochen- bis monatelanger Arbeit vervielfältigt wurde, helfen uns heute Druckmaschinen und Kopierer mit einem Auswurf von mehreren Hundert Seiten pro Minute.
Während in grauer Vorzeit von den wenigen lebenden Menschen nur sehr wenig Menschen lesen und noch weit weniger schreiben konnten, strebt heute nicht nur mehr die fortschrittlichste Nation, den Analphabetismus zur Gänze auszumerzen.
Während einst Notizen, Briefe, ja sogar ganze zentimeterdicke Bücher vom Verfasser oder eines beauftragten Schreibers von Hand geschrieben wurden, werden heute bis zu 900 Zeichen pro Minute an Text erfasst.
Während Schriftstücke und Bücher früher in Bibliotheken gelagert wurden, werden sie heute mit mehreren Gigabit pro Sekunde um den gesamten Globus verteilt.
So erklärt sich auch, dass Fehler schneller produziert, weniger redigiert, von mehr Menschen generiert und weitaus schneller zum Leser transportiert werden.
Früher hatte der Schreiber zwangsweise viel Zeit, über den niederzuschreibenden Inhalt nachzudenken. Früher verweilten seine Augen auch länger auf seinem Text, sodass Flüchtigkeitsfehler meist schon in der Entstehungsphase korrigiert wurden. Dann hatten die Mönche, die ebenfalls einen hohen Bildungsstand hatten, ein prüfendes Auge auf den Text, bevor sie ihn teilweise korrigiert vervielfältigten.
Heute kommt ein frustrierter Arbeitnehmer in die Mittagspause, öffnet einen Blog oder eine Social-Media-Plattform am Handy und kotzt sich vor 1 Mrd. Lesern aus. Ohne Nachzudenken, unzensiert, binnen Millisekunden um den ganzen Globus.
Das Projekt Hieronymus verbindet Technik und Organisation mit der Entwicklung und Anforderung Ihrer Bildungseinrichtungen.
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